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Die Sterilisation des Mannes (Vasektomie)

Sterilisation (Vasektomie) Zusammenfassung

Die Sterilisation des Mannes gewinnt zur Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft zunehmend an Bedeutung. Sie ist derzeit eine der sichersten Methoden und unkompliziert in der Durchführung (ambulant). Es entschließen sich immer mehr Männer zu diesem Eingriff. Die Vasektomie macht selten Komplikationen. Eine Wiederherstellungsoperation ist grundsätzlich möglich.

Was muss man vor der Sterilisation/Vasektomie bedenken?

Der operative Eingriff zur Sterilisation des Mannes (Vasektomie) ist ein auf dauerhafte Unfruchtbarkeit angelegter Eingriff. Deshalb sollte der Entschluss zur Vasektomie nur dann getroffen werden, wenn neben der abgeschlossenen Familienplanung alle möglichen Änderungen der persönlichen Verhältnisse wie Scheidung, Todesfall der Kinder, Wiederverheiratung, späterer möglicher Kinderwunsch bei den Überlegungen Berücksichtigung gefunden haben. Neben der abgeschlossenen Familienplanung können Erbkrankheiten, die gesundheitliche Gefährdung der Mutter bei einer erneuten Schwangerschaft oder eine untragbare wirtschaftliche Belastung durch die Geburt eines weiteren Kindes eine Rolle spielen. Der zur Vasektomie (Sterilisation) entschlossene Patient muss sich darüber im Klaren sein, dass nach erfolgter Vasektomie, die Wiederherstellung der Zeugungsfähigkeit einen erneuten operativen Eingriff zur Folge hat.

Was passiert bei der Vasektomie (Sterilisation)?

Abb. 1: Schematische Darstellung der Vasektomie

Die Vasektomie wird in der Regel ambulant in örtlicher Betäubung oder Allgemeinanästhesie durchgeführt. Die beiden Samenleiter werden durch zwei minimale Hautschnitte am Hodensack durchtrennt. Zur Optimierung der Sicherheit, werden die beiden Teilstücke des Samenleiters zur feingeweblichen Untersuchung eingeschickt.

Der Samentransport ist danach unterbrochen (s. Abb. 1). Nach Bestätigung des Histopathologen, dass die entnommenen Teilstücke tatsächlich den Samenleitern entsprechen, werden Spermaproben untersucht. Wenn zwei Untersuchungen die Abwesenheit von Samenfäden dokumentieren, ist die Vasektomie sicher, eine Empfängnis dauerhaft ausgeschlossen.

FAQ 1: Verhütung - wie sicher ist die Vasektomie (Sterilisation)?

Die Vasektomie ist eine der sichersten Verhütungsmethoden. Der Pearl Index beträgt bei diesem Eingriff 0,1.

FAQ 2: Sterilisation - ab wann besteht Unfruchtbarkeit?

Erst wenn die Abwesenheit von Samenfäden zwei Mal nacheinander bestätigt und dokumentiert ist, besteht Zeugungsunfähigkeit nach erfolgter Sterilisation. Dies kann u. U. bis zu drei Monate dauern. Bis dahin muss noch mit herkömmlichen Mitteln verhütet werden.

FAQ 3: Wo bleibt das Sperma nach einer Vasektomie?

Auch nach der Sterilisation werden weiter männliche Samenzellen im Keimgewebe des Hodens gebildet. Da die Samenfäden durch die Durchtrennung und Unterbindung der Samenleiter nicht mehr nach außen gelangen können, werden sie im Nebenhoden abgebaut.

FAQ 4: Was passiert nach der Sterilisation (Vasektomie) mit der Potenz?

Der Hormonhaushalt des Mannes wird durch den Eingriff nicht gestört. Die Vasektomie hat keine körperlichen Auswirkungen auf die Versteifung des männlichen Gliedes (Erektionsfähigkeit) und auf den Samenerguss (Ejakulation). 95% der Samenflüssigkeit wird in der Prostata gebildet. Menge und Aussehen der Samenflüssigkeit bleiben nach der Sterilisation unverändert. Es fehlen natürlich die Spermien.

FAQ 5: Kann die Sterilisation (Vasektomie) rückgängig gemacht werden?

Es besteht die Möglichkeit einer Wiederherstellungs-Operation (Vaso-Vasostomie) bei Zustand nach Vasektomie (Sterilisation des Mannes). Beide Samenleiterenden werden unter dem Operationsmikroskop wieder zusammengenäht. In den meisten Fällen (80-90%) kann eine Durchgängigkeit der Samenleiter erreicht werden. Nach der Operation besteht eine realistische Aussicht auf die Wiedererlangung der Zeugungsfähigkeit.

FAQ 6: Wie lange falle ich aus, nach der Vasektomie (Sterilisation)?

Es kann wie bei jedem Eingriff eine postoperative Schwellung auftreten, dies ist bei der Sterilisation (Vasektomie) nicht anders. Die Beeinträchtigung (insbesondere die Arbeitsfähigkeit) kann ein bis zwei Tage aufgehoben sein. Dies ist sehr individuell unterschiedlich. Die Beeinträchtigung durch Schmerzen ist in der Regel als eher gering einzustufen. Eine konsequente Schmerztherapie wird vorsorglich empfohlen.

Wir empfehlen eine körperliche Schonung von 2-3 Tagen. Hierfür kann auch das Wochenende genutzt werden, falls der Eingriff am Freitag durchgeführt wird. 

FAQ 7: Sind Komplikationen nach der Sterilisation (Vasektomie) häufig?

Schwellung, Bluterguss und Nachblutung sind theoretisch als Komplikation möglich, wie bei jedem operativen Eingriff. Dies ist jedoch sehr selten. Wundheilungsstörungen können äußerst selten auftreten. 

Es werden Fälle von Wiederherstellung der Fruchtbarkeit berichtet. Dies ist jedoch als absolute Rarität zu betrachten, das Einsenden der Teilstücke und die sichere Identifizierung durch den Histopathologen sorgen für maximale Sicherheit.

FAQ 8: Wer trägt die Kosten für die Sterilisation (Vasoresektion)?

Im Zuge der Gesundheitsreform 2004 ist die Leistung der Sterilisation aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gestrichen worden. Die Beratung gehört jedoch zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Auch Privatversicherte müssen die Sterilisationskosten nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) selbst tragen. Nur falls eine Sterilisation aus Krankheitsgründen erforderlich ist, wird diese erstattet, dies ist allerdings äußerst selten.

Quelle: Urologenportal, Patienteninformationen, Sterilisationsoperation

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